Ortskernbelebungskonzept Bad Ischl

Ausgangssituation

Immobilienentwicklung und Raumgestaltung sind wichtige Bestandteile eines integrierten Stadtmanagements. Nur als Ganzes betrachtet kann eine Stadt nachhaltig entwickelt werden und als Folge, der wirtschaftliche Standort, sowie die Lebensqualität für Bürger und Gäste, auf lange Zeit gesichert werden.
Leerstände in Bad Ischl liegen im Durchschnitt, eine negative Entwicklung ist aber in den letzten Monaten unverkennbar. Eine besondere Problematik dabei ist, dass leer stehende Geschäftslokale meist zu geringe Flächen bieten um für neue Mieter attraktiv zu sein.
Im nördlichen Bereich der Stadt - Kreuzplatz - ging die Attraktivität in den letzten Jahren langsam zurück. Ein Grund dafür ist die Attraktivierung des Bereichs Pfarrgasse / Auböckplatz, der Frequenzen abzieht. Trotzdem bietet auch dieser Bereich der Stadt grundsätzlich genügend Potential um durch nachhaltige Entwicklung wieder an Qualität zu gewinnen.
Im südöstlichen Stadtteil Gries, ist die Situation ungleich dramatischer. Es herrschen wenig attraktive Wettbüros und Handyshops vor. Anders sind im Moment die gewünschten Mietpreise nicht zu realisieren. Weiteres Konfliktpotential entsteht dadurch dass in diesem Stadtteil auch ein Gymnasium und das LKH angesiedelt sind, und die erwähnte Handels- und Gewerbestruktur einen Kontrapunkt bildet. Eine nachhaltige Entwicklung des gesamten Stadtteils ist dringend notwendig. Neue Blickwinkel und Herangehensweisen, sowie den Stadtteil als Ganzes zu betrachten, und im Kontext zum Stadtzentrum an der anderen Traun-Seite sind für einen nachhaltigen Erfolg wichtig.  

Projektziele 

Um Leerstände zu minimieren, Immobilien nachhaltig zu nutzen, bzw. Areale optimal im Kontext der gesamten Stadt entwickeln zu können, ist die Erstellung eines Immobilien- und Flächennutzungskonzepts unumgänglich.
Ziel eines solchen Konzepts ist es definierte Areale, im Kontext der gesamten Stadt, nachhaltig wettbewerbsfähig zu machen.
Als zentraler Wertetreiber der einzelnen Immobilien, und somit als Katalysator aller anderen Zusatznutzungen der Liegenschaften, ist aufgrund der höchsten Wertschöpfung der Handelsbereich zu sehen. Durch ihn werden ebenfalls kommunaler Mehrwert, und in weiterer Folge Lebensqualität und Budget der Kommune verbessert. Um im Kontext der gesamten Stadt aber ein nachhaltig erfolgreiches Konzept zu erstellen, müssen auch weitere Nutzungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dabei zu betrachten sind die Bereiche Wohnen, Büro, Kultur und ergänzende Dienstleistungen (z.B. Gastronomie, Arztpraxen, etc.)
Neben der Realisierung eines richtigen, synergetisch aufeinander abgestimmten Einzelhandels- und Dienstleistungsangebots, werden auch Antworten auf Fragen wie Parkraumschaffung, Anliefermöglichkeiten, Wegeführungen für Kunden, Lebensqualität, sowie atmosphärisch richtige Gestaltung, gezeigt - um eine städtebauliche Gesamtheit zu schaffen.
Immobilienbesitzern soll damit eine, in das Gesamtkonzept passende, nachhaltige Nutzung (und somit Rendite) ihrer Liegenschaft aufgezeigt werden.
Das Ergebnis dieses Projekts sind also, anhand wirtschaftlicher und bautechnischer Überlegungen, ausgearbeitete Handlungsoptionen, anhand derer die Stadt Bad Ischl mit den betroffenen Liegenschaftseigentümern in Dialog tritt. Auf Basis dieser Ausarbeitungen liegen Argumente vor, wie die einzelnen Eigentümer ihre Immobilien - im Kontext des Gesamtkonzepts - bestmöglich verwerten.  

Vorgehensweise  

Installierung einer Projektgruppe bestehend aus Stadtmanagement, 2 Immobilienentwicklern und 2 Architekten. Verschiede Inputs sind dabei wichtig um Objektivität zu gewährleisten.
Erarbeitung eines Nutzungskonzepts das inhaltliche und wirtschaftliche Chancen der definierten Areale aufzeigt. Im Detail:

  • Aufzeigen und beschreiben des Flächenpotentials
  • Strategische Überlegungen hinsichtlich des Nutzungsmixes
  • Aussagen zur Nutzung einzelner Liegenschaften
  • Aufzeigen von Möglichkeiten der Flächennutzung immobilienübergreifend
  • Abklärung mit Baubehörden hinsichtlich Bebaubarkeit der Liegenschaften
  • An-/Ablieferung, Verkehrs- und Parksituation
  • Vorschläge zum Erscheinungsbild 

Projektträger

Verschönerungsverein Bad Ischl
Pfarrgasse 11
4820 Bad Ischl
Ansprechpartner Stadtmanagement
Tel: 06132/27757


REGIS

Salzbergstraße 21
A-4830 Hallstatt

Fon: 06134-8723-0
Fax: 06132-200-4330
E-Mail: office@regis.or.at

 

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